Rürup-Rente und Hinterbliebenenschutz

Im Gegensatz zur Riester-Rente kann die Rürup-Rente nicht an Hinterbliebene, Ehepartner oder Kinder vererbt werden. Die Auszahlung des im Rahmen der Rürup-Rentenversicherung angesparten Kapitals erfolgt ausschließlich als Leibrente. Es besteht anders als bei der Riester-Rente kein Kapitalwahlrecht und im Falle eines frühen Todes des Versicherten verfällt das angesparte Kapital.

Deswegen besteht die Möglichkeit einen Hinterbliebenenschutz in Form einer Zusatzversicherung abzuschließen; diese kann in den Rürup-Rentenvertrag integriert werden. Eine Hinterbliebenenversicherung ist auf jeden Fall empfehlenswert, vor allem Alleinverdiener sollten ernsthaft über diese Option nachdenken.

Es gibt drei verschiedenen Formen der Hinterbliebenen-Zusatzversicherung, die festlegen, auf welche Weise die Rente weiter an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird:

1. Prozentsatz der Hauptrente

In diesem Fall wird ein bestimmter Prozentsatz der Hauptrente vereinbart, der im Todesfall weiter an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird.

2. Rentengarantiezeit

Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine sogenannte Rentengarantiezeit festzulegen. Verstirbt der Hauptversicherte vor Ablauf dieser Zeit, wird die Rürup-Rente für den Rest dieser Garantiezeit in voller Höhe weiter an die Hinterbliebenen ausbezahlt.

3. Restkapitalverrentung

Eine weitere Möglichkeit seine Hinterbliebenen abzusichern ist die sogenannte Restkapitalverrentung. Als Grundlage dient hier das zu Beginn der Rentenzeit vorhandene Kapital. Von diesem werden bereits bezahlte Renten abgezogen. Den so errechneten Betrag erhalten die Hinterbliebenen als Rente.

Dabei muss bei Abschluss einer Rürup-Zusatzversicherung immer darauf geachtet werden, dass höchstens 49 % des Gesamtbeitrags zur Rürup-Rente in die Zusatzversicherung investiert werden dürfen, mindestens 51 % müssen in die Hauptversicherung, also in die Rürup-Rente, fließen. Ist dies nicht der Fall, wird der Rürup-Rentenvertrag nicht staatlich zertifiziert, wodurch der Anspruch auf staatliche Förderung verloren geht.

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