Im Test: die Rürup-Rente

Die Rürup-Rente wurde im Jahr 2005, also kurz nach der Einführung der Riester-Rente, ins Leben gerufen. Sie soll auch Selbständigen eine Förderung für die Altersvorsorge ermöglichen, weil diese Berufsgruppe ohne Rentenpflichtversicherung keine Riester-Förderung erhält. Eine Rürup-Rente wird über Steuerersparnisse gefördert, was sich mit dem richtigen Anbieter sehr lohnen kann.

Bewertung der Rürup-Rente

Im Herbst 2011 untersuchte zuletzt die Stiftung “Finanztest” Angebote für die Rürup-Rente. Es wurden 31 Anbieter bewertet. Fünf Angebote bewerteten die Tester mit “Gut”. Das Grundprinzip der Rürup-Rente besteht im progressiv steigenden steuerlichen Abzug der Beiträge bei ebenso progressiver Rentenbesteuerung. Bis 20.000,- € können Sparer pro Person einzahlen, um die Förderung zu erhalten. Davon können 74 % steuerlich geltend gemacht werden (Stand: Januar 2012). Dieser Prozentsatz steigt jährlich, bis im Jahr 2025 die volle Summe abgesetzt werden kann. Im Gegenzug wird die Rürup-Rente immer höher besteuert: Hier werden die 100 % im Jahr 2040 erreicht.

Es gibt zwar keine Zulagen bei der Rürup-Rente – sie hat aber andere Vorzüge: unter anderem ihre große Flexibilität. Selbstständige können in Jahren mit hohem Verdienst mehr einzahlen und erhalten durch den Steuerabzug dann auch mehr Förderung. Das gewährleisten auch alle Anbieter. Das Steuerabzugsmodell ist auch für gut verdienende Arbeitnehmer interessant, die auf diese Weise ihre Altersvorsorge mit einer Förderung ergänzen können.

Mögliche Modelle für die private Altersvorsorge

Anbieter und Angebote für diese Form der Altersvorsorge gibt es inzwischen genug, einzig der eingeschränkte Fokus auf klassische und fondsgebundene Policen wurde von den Testern kritisiert. Ihnen fehlt größtenteils der Fondssparplan, nur Deka und DWS haben ihn im Programm. Es wurden insgesamt nur 5.000 Rürup-Fondssparpläne abgeschlossen; das erschien der Stiftung Finanztest zu wenig. Bei den klassischen Rürup-Rentenpolicen wurden immerhin 62 verschiedene Angebote gezählt, von diesen fünf gute.

Zu den Testkriterien zählten die Rentenzusage, die bisherige Performance, Transparenz und Flexibilität. Die Performance wird relational zum staatlichen Garantiezins bewertet (ab 2012: 1,75 %). Diesen sollten die Anbieter nach Möglichkeit deutlich übertreffen. Die Kosten müssen hingegen niedrig liegen, sonst lohnt sich das Geschäft mit der Rürup-Rente für den Anleger nicht wirklich. Hier gibt es deutliche Unterschiede. So fiel die Sparkassenversicherung Sachsen negativ auf: Sie zahlt 100,- € weniger Rente als der Anbieter Interrisk bei gleicher Einzahlung.

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